Dienstag, 8. August 2017

Schutzengelrahmen oder weil Hausgeburten eben speziell sind


GEBASTELT


Vor ein paar Wochen haben wir in der Krabbelgruppe aus den berühmten RIBBA Rahmen vom Möbelschweden Baby Erinnerungsrahmen für unsere kleinen Mäuse gestaltet. Die anderen Muttis waren unheimlich kreativ und haben ihre Rahmen in windeseile mit lauter tollen Erinnerungsstücken gefüllt. Nur ich empfand die Aufgabe als eine ganz schöne Herausforderung.
 

Das Junimädchen ist hier bei uns zu Hause auf die Welt gekommen. Es gibt also weder ein Krankenhausarmbändchen noch gibt es Seufzer auslösende Babybilder vom Krankenhausfotografen. Auch unsere Ökonuckelchen (hier zu sehen) passen nicht in schwedische Standardmaße. Ganz abgesehen davon, dass Naturkautschuk nach häufiger Benutzung noch unansehnlicher wird, was ihn für die "öffentliche" Ausstellung im Bilderrahmen als gänzlich ungeeignet erscheinen lässt. Ich hätte ein paar Stücken getrocknete Nabelschnur gehabt, aber die sind wohl auch nicht das, was man in einem Bilderrahmen betrachten möchte. Ihr seht also, eine ganz schöne Herausforderung... :)



Irgendwann (wie immer mitten in der Nacht zwischen Stillen und Halbschlaf) kam mir die Idee einfach einen Schutzengel für den Rahmen zu basteln - ein Schutzengelpüppchen nach Waldorfart sollte es werden.
 


Und natürlich hat der Minimann gleich auch einen Schutzengel bekommen. Für ihn habe ich einen kleinen Schutzengeljungen gemacht - ich dachte mir der kann sich vielleicht besser in die Gedanken und Bedürfnisse des kleinen Räubers hinein versetzen :)

 


Die Scheiben der Rahmen habe ich jeweils noch mit den Namen der beiden beplottet. Und wenn man Kinder hübsch anzieht und vor eine wundervolle Blumenwiese setzt, kann man auch als Laie bilderrahmenwürdige Bilder machen.

 


Unsere Rahmen sind vergleichsweise sehr schlicht und dezent ausgefallen, aber so mag ich es persönlich auch irgendwie am Liebsten. 

Habt noch eine schöne Woche und genießt die Sonne!
Alles Liebe,
Euer FräuleinMutti Rebekka


Verlinkt bei: Creadienstag (#291), HoT (#112), Made4Boys (August 2017), Made4Girls (August 2017), Kiddikram (August2017)

Dienstag, 11. Juli 2017

Aus gegebenem Anlass: Unsere Baustellenparty



Vor fünf Jahren sind wir in das Abenteuer "Familie" gestartet: nur mit einem kleinen bisschen Handgepäck und ohne irgendwelche konkreten Vorstellungen haben wir uns auf die Reise gewagt. In der Zwischenzeit haben wir so manche Täler durchquert und unzählige Berge erklommen. Wir haben Koffer voller kunterbunter Erinnerungen gesammelt, Truhen randvoll mit kostbaren Erfahrungen und ein Herz voll unvergesslicher Momente. Manchmal kann ich kaum glauben, dass dieser kleine quirlige, wissbegierige, kreative Räuber mal mein kleines Baby gewesen ist. Mit viel zu schnellen Schritten geht es nun immer mehr dem Reiseabschnitt "Schulkind" entgegen. Auch wenn ich total gespannt bin, auf das was da so kommen wird, würde ich die Zeit doch so gerne einfach einmal anhalten. Das kennt ihr sicher alle, oder?

 
Aber auch wenn an so einem Geburtstag immer ein bisschen Wehmut mitschwingt, so muss er doch in erster Linie eins: Nämlich gefeiert werden!!!
Und da es gerade so gut zum aktuellen Zustand unseres (ehemaligen) Gartens passt, hat sich der Minimann zu seinem fünften Geburtstag eine Baustellenparty gewünscht. 


 
Anfang April starteten wir nämlich nach langem Hin und Her endlich in unser persönliches Mammutprojekt "Gartenumgestaltung". Ich weiß noch wie der Minimann damals zu unserem Bauleiter sagte: "Wenn ihr bis zu meinem Geburtstag fertig seid, lade ich euch zu meiner Party ein." Woraufhin er schon mal die Einladungkarten fertig machen sollte. Aber da immer alles anders kommt als geplant, findet man im eigenen Grund und Boden eben Dinge, die einem gar nicht gehören... (In einer ruhigen Minute erzähle ich dazu vllt mal mehr...)
Aber egal ob mit oder ohne Baustelle, haben wir es letzte Woche ordentlich krachen lassen.

Für mein Bastelherz war "Baustelle" ist ein wunderbares Kindergeburtstagsmotto. Begleitet vom Kopfschütteln und verzweifelten Seufzen unseres Herrn Papa habe ich mich "schon" Tage vorher kopfüber in die Planung gestützt und mich so richtig kreativ ausgetobt. Und das ging schon bei der Deko los. Ich habe alles in Orange- und Gelbtönen gehalten und sämtliche Dekoartikel gehamstert, die auch nur annähernd dieser Farbkombi entsprachen.


 
In unserem schön geschmückten Partyzelt konnten sich die kleinen Bauarbeiter (es waren übrigens  insgesamt 12 Kinder (!) plus Eltern) nach ihrem Eintreffen auf dem Baugrundstück erst einmal für die kommenden Aufgaben stärken.

 
Es gab Baufahrzeugmuffins, frisch gerüttelte Melone, aus dem örtlichen Steinbuch eingefahrenes Kleingebäck und einen richtigen Baustellengeburtstagskuchen.   

 
Nachdem sich alle ordentlich Kraft angefuttert hatten wurde die Baustelle offiziell eröffnet. Im ganzen Garten hatten wir verschiedene Aktionen und Spiele vorbereitet, die es nun zu bewältigen galt.

Mit Hilfe bunter Abrissbirnen (alias Igelbälle) musste eine Blechstadt dem Erdboden gleich gemacht werden. 


 
Es wurde das schnellste Baustellenfahrzeug gekürt. 


In einer Miniaturbaustelle konnten die kleinen Bagger- und Lasterfahrer sich so richtig austoben. Und ganz nebenbei haben sie sogar den ein oder anderen Schatz aus dem Sand geborgen. Ich hatte am Boden des mit Sand befüllten Kartons nämlich zuvor bunte Glasnuggets versteckt...

 
Mit Pinsel und Farbe konnte anschließend jeder sein ganz persönliches Baustellenfahrzeug gestalten. Die Fahrzeuge hatte ich zuvor mit Hilfe einer Gießform und handelsüblichem Gips selbst hergestellt.

 
Natürlich durfte auch eine richtige Baustelle nicht fehlen. So konnten die fleißigen Bauarbeiter in einer Ecke des Gartens mit Hammer, Säge und Co bewaffnet einer alten Palette sowie diversen Brettern zu Leibe rücken. Neben der Miniaturbaustelle war diese Aktion auf jeden Fall das Highlight unserer Party.

 
Zum Abschluss konnten dann alle Bauarbeiter ihre Fingerfertigkeit unter Beweis stellen: Es galt für verschiedene Schrauben die entsprechenden Muttern zu finden. 

 
Am Abend gab es dann ein richtiges Bauarbeiter Abendessen: Wir haben selbst gebaute Burger, Pommes und bunte Brause serviert. Den Nachtisch gab es mit Einbruch der Dämmerung. In gemütlicher Runde haben wir nämlich am Lagerfeuer noch leckeres Stockbrot gebacken.

Und wie es sich nun einmal gehört, muss so ein fleißiger Arbeiter ja auch für den vergossenen Schweiß, die blauen Daumen und die vielen Sägespäne im Haar entschädigt werden. So hat am Ende jedes Kind einen, mit ein paar liebevoll ausgewählten Kleinigkeiten gefüllten, Baustellenbeutel bekommen.


Wie ihr auf den Bildern bestimmt schon längst bemerkt habt, hatte das Geburtstagskind auch ein partytaugliches Outfit verpasst bekommen. Aus dem Baustellenjersey von Lillestoff und ein paar farblich passenden Kombistoffen habe ich ihm ein Pausenfüller aus der Zuckerwolkenfabrik und eine Sommerhose von Klimperklein genäht.

Als schon die Sterne am Himmel funkelten und alle Kollegen in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet wurden, haben wir einen müden aber überglücklichen kleinen Bauleiter ins Bett gebracht. 
Es war wirklich eine wunderschöne Feier mit tollem Wetter, leckerem Essen, ganz viel Spaß und Freude und mit ganz wunderbaren Gästen (Dankeschön an euch alle!!!). Selbst unser Herr Papa meinte, dass wir uns davon noch in ein paar Jahren erzählen werden. So nach dem Motto: "Weißt du noch, wie wir damals zwischen Paletten und Schotterbergen unsere Baustellenparty gefeiert haben!?" Ach ja....


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Dienstag, 28. März 2017

Ein Nähtagebuch gegen kalte Ohren


GENÄHT

Jedes noch so kleine Stückchen Stoff ist von großem Wert und darum wächst ER immer weiter.  
Jedes mal, wenn ich meinen Stoffschrank nach passenden Stoffkombinationen durchforste, stüzt ER um. 
ER kommt mir immer erst wieder in den Sinn, wenn ich bereits alles aus meinen neu errungenen Stoffschätzen zugeschnitten habe.
 
Na, wisst ihr von wem ich spreche? Genau, von meinem Stoffrestestapel.


Ich weiß, es ist eine denkbar doofe Idee, seine Stoffreste zu stapeln. Aber bevor ich die wertvollen Schnipsel jetzt einfach in eine Kiste schmeiße, um so dem ständigen Umstürzen und Neustapeln zu entgehen, bin ich ihnen einfach mal zu Leibe gerückt.





Zuerst habe ich aus allen farblich zusammen passenden (!) Resten größtmögliche Rechtecke geschnitten und diese dann in einem sehr meditativen Puzzle auf dem dem Boden aneinandergereiht. Die einzelnen Puzzleteile habe ich anschließend mit der Ovi zusammengefügt.




Aus den so neu entstandenen Stoffbahen habe ich einen Loop mit passender Mütze (einem Zuckerhut von der Zuckerwolkenfabrik) genäht. Ein kunterbuntes Set voller Erinnerungen an alle Sachen die ich in den vergangenen vier Jahren für den Minimann genäht habe. Das KrokodilKüstum, das Geburstatgsshirt zum zweiten Geburtstag, die Herbstkindjacke 2016 ... Es ist sogar der Stoff von meinem allerersten jemals genähten Kleidungsstück dabei - der blaue mit den Walfischen. Ein kleines sehr emotionales Nähtagebuch :)


 
Auch die beim Zuschneiden der Rechtecke neu entstandenen Reste wurden wieder sorgsam gesammelt. Sie werde ich dann als Füllmaterial für meine Osterbasteleinen verwenden.
Stoff bis auf den Letzten Rest ausgenutzt würde ich mal sagen ;)

Genießt die Sonne!
Alles Liebe,
Euer FräuleinMutti



Alles Wichtige im Überblick:

Schnitt: Zuckerhut von der Zuckerwolkenfabrik
Stoff: Lillestoff und Co. vom Stoffrestestapel
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Dienstag, 21. März 2017

Unterstützug für Herrn Osterhase

GEBASTELT


In 27 Tagen ist es schon wieder so weit. Dann hüppelt Meister Löffel durch die Wiesen und zaubert den Kindern ein breites Grinsen auf die Gesichter.
 

Und wie es immer so ist, habe ich mir auch dieses mal vorgenommen mit den Vorbeireitungen endlich einmal rechtzeitig fertig zu werden. Aber wie ich mich so kenne, wird Herr Osterhase wieder erst kurz vor knapp meine Unterstützung erhalten.


 
Irgendwie ist mir nämlich noch gar nicht osterlich zu Mute. Für das ein oder andere Geschenk habe ich zwar schon ein paar Handgriffe getan, aber irgendwie brauche ich etwas mehr Frühling um so richtig in Fahrt zu kommen? Wie ist es bei euch? Könnt ihr bei diesem Schmuddelwetter osterkreativ sein?

Um trotzdem für ein klitzekleines bisschen Osterstimmung zu sorgen, zeige ich euch jetzt einfach mal unsere Ostergeschenke aus dem letzten Jahr.
Da haben wir leere Eierkartons in kleine Osternestchen verwandelt und sie mit ein paar netten Kleinigkeiten gefüllt:



Unter anderem haben wir gekochte Eier zunächst grundiert, dann mit einem Schwamm betupft und schließlich noch mit Hilfe einer alten Zahnbürste mit etwas Farbe bespritzt. Letzteres ist übrigens eine lustige Aufgabe für Kinder. Am Schluss muss man die Eier dann schon das erste mal suchen, weil der komplette Hintergrund genauso aussieht wie das Ei.



Außerdem haben noch dezent verzierte und mit Kresse bepflanzte Eierschalen den Weg in unser Osternestchen gefunden. Für den Minimann war es übrigens total spannend die Kresse beim Wachsen zu beobachten.



Abgerundet wurde das Ganze mit selbstgemachter Karottenmarmelade in niedlichen Gläschen. Das Rezept für die Marmelade und die Etiketten hatten wir hier gefunden. 


 
Natürlich darf auch ein kleiner Ostergruß nicht fehlen. Für diesen haben wir die Fingerabdrücke des Minimannes in kleine Küken verwandelt.



Meiner Meinung sind große Geschenke an Ostern fehl am Platz. Es geht vielmehr um kleine Außmerksamkeiten mit denen man anderen eine Freude machen kann. Einfach mal sagen: "Hey, ich hab an dich gedacht, weil ich dich gern hab."



So und nun schaue ich mich mal bei euch so um. Da gibt es bestimmt auch noch eine ganze Protion Osterinspiration abzustauben.

Alles Liebe,
Euer FräuleinMutti Rebekka


Verlinkt bei: HoT (#92), Creadienstag (#271)
     

 

Donnerstag, 9. März 2017

Der Frühling kommt in bunten Socken



GESTRICKT


Was ist denn das für ein Wetter da draußen? Die Temperaturen sind ja vergleichsweise ganz angenehm, aber der graue Himmel, der furchtbare Sturm und dieser Dauernieselregen... Furchtbar... Ich mag so gerne Frühling!! Aber wisst ihr was da hilft? Bunte Socken!! Also habe ich mir den Frühling einfach in Form von herrlich bunten Socken herbei gestrickt :)




Ich glaube, dass so ziemlich alles zur Sucht werden kann. Selbst das Sockenstricken. Also falls es wirklich so etwas wie eine Socken-Strick-Sucht geben sollte, hat sie mich auf alle Fälle gepackt. Aber da diese Form der Sucht quasi als Nebenwirkung herrlich warme Füße dank kuscheliger Socken mit sich bringt, bin ich als notorischer Kaltfuß sehr gerne davon befallen :)





Da das mit dem Sockenstricken nach dem vierten Paar inzwischen auswendig klappt, würde ich einfach mal behaupten, dass ich meinen Vorsatz "Socken-Stricken-Lernen" erfolgreich abgearbeitet habe :) 





Nun wird es wohl höchste Zeit sich dem zweiten Vorsatz zuzuwenden: Eine Patchworkdecke nähen. Ein paar Blöcke haben sich ja bereits angesammelt, die es nun nachzuholen gilt. Immerhin habe ich die Stoffe inzwischen zusammen und das ist bei mir in der Regel das Schwierigste...




Startet gut ins baldige Wochenende!!
Alles Liebe,
Euer FräuleinMutti Rebekka




Alles wichtige im Überblick:

Nadeln: addi Sockenwunder in der Stärke 3,0
Wolle: Lana Grossa Meinlenweit Aloha hier über Wollplatz bestellt
Anleitung: einfach mal hier bei Youtube durchgeklickt
 

Verlinkt bei: RUMS (#10/17), Stricklust

Dienstag, 28. Februar 2017

Ein kleiner Ritter im Glück


GENÄHT


Zarte Sonnenstrahlen spiegeln sich in polierten Rüstungen. Bunte Banner wehen im Wind. Hufgetrappel durchdringt die spannungsgeladene Luft. Ansonsten ist es still. Ganz still. Dann endlich ertönen die Fanfaren. Das Zeichen für den kleinen Ritter sich fest um den Sattel zu klammern, die Zügel anzuziehen und in wildem Galopp loszureiten: Auf in ein neues spannendes Abenteuer!

So, oder so ähnlich, lässt sich unser Morgen gestern beschreiben. Was war der Minimann aufgeregt. Und das schon seit Tagen. Und dann endlich hörte er die erlösenden Worte aus meinem Mund: "Na los, zieh dich an. Wir machen uns auf den Weg." Und los ging es in den Kindergarten zum lang ersehnten Faschingsfest.




Schon seit dem letzten Fasching war für den Minimann klar, dass er in diesem Jahr als Ritter gehen wird. Und mindestens genauso klar war es für mich, dass ich ihm das Kostüm wieder selber nähen werde.
Wie auch schon bei unserem Feuerwehrmann und unserem Krokodil, bin ich ein großer Freund von Kostümen die man auch ohne Fasching (wenigstens teilweise) noch tragen kann. Also sollte es ein Kapuzenpulli im Kettenhemd-Look werden, mit einem einfachen Waffenrock darüber. Den Helm hatte er schon von der Oma bekommen und ein Schwert sollte sich auch noch finden lassen. So der Plan...



 
Die Stoffe für sein Kostüm hat sich der Minimann übrigens alle selber bei einem gemeinsamen Besuch im Stoffladen ausgesucht. Es war echt zum dahin schmelzen wie er mit seinem Ritterhelm auf dem Kopf und meinem Handy mit Ritterbild-Vorlage in der Hand, durch die Gänge geschlichen ist und nach den passenden Stoffen Ausschau gehalten hat.


 
Schon vor einer Weile bin ich auf die wundervollen Schnitte der lieben Verona gestoßen. In ihrer Zuckerwolkenfabrik findet ihr Schnitte nach dem einzigartigen Echtgrößensystem. "Perfekt sitzende Kleidung für besonders schlanke oder kräftige Kids", heißt es in der Beschreibung. Das weckte mein Interesse. Denn auch der Minimann ist ein Kind, das bei der Textilindustrie im wahrsten Sinne des Wortes durchs Raster rutscht. Von der Länge her sind wir aktuell bei Größe 110 angekommen. Aber von der Weite her passt er locker in eine 98 hinein. Vor allem bei Hosen ist es schwierig. Ich habe ihm schon ewig keine Hose mehr gekauft. In die mit Knopf und Reißverschluss passt er zwei mal hinein und wenn man die mit Bändchen so eng schnürt, dass sie nicht mehr von den Hüften rutschen, bilden sich solche Dellen, dass schon beim Hinsehen furchtbar unbequem ist.




Für unser Ritterkostüm habe ich mich also an Veronas Zauberlehrling gewagt - einen unheimlich vielseitigen Basic Pulli. Und ich bin sehr begeistert; sowohl vom Schnitt als auch vom Echtgrößensystem. (Liebe Verona, falls du das lesen solltest: ich warte schon ganz ungeduldig auf deine Hosenschnitte :))
Ich habe den Pulli mit Rennfahrerkapuze, Fake-Raglan-Teilung und Bauchtasche genäht. Ärmel und Kapuze habe ich im Kettenhemd-Look mit passendem Stoff aus der Faschingsabteilung versehen. Und für die Brust habe ich noch einen kleinen Ritterplott enfworfen. Und weil es mal wieder Zeit ist euch für all eure lieben Kommentare zu danken, dürft ihr euch diesen (als .studio Datei) hier als FREEBIE herunter laden.




Der Waffenrock war schnell genäht. Einfach ein Rechteckt in doppelter Stofflage mit Kopfloch in der Mitte und mit Schrägband abgesetzt. An den Seiten habe ich für die bessere Passform noch jeweils einen Knopf zum Verschließen angebracht. Ein wenig schwieriger war das Wappen. Eigentlich wollte der Minimann ja ein Löwenritter werden. Aber auf meiner ein wenig ernüchternden Suche nach Inspiration bin ich auf die tollen Stickdateien "Rittersleut" von Susalabim gestoßen. Die waren perfekt für mich als RitterMutti und stolze NeuStickmaschinenBesitzerin (Aber von Letzterem muss ich euch dann ein anderes Mal erzählen:)


 
Ihr könnt euch nicht vorstellen wie seine Augen geleuchtet haben, als er das fertige Kostüm zum ersten mal anziehen durfte.
"Jetzt Brauche ich nur noch ein Schwert und ein Pferd." Na was für ein Zufall, dass sich das Pferdchen schon als kleine Überraschung im Arbeitszimmer versteckt hatte. Ein Rest Walkloaden, etwas Filz, ein Stock aus dem Wald, die Füllung eines Kissens (vom Möbelschweden), zwei schwarze Knöpfe und ein wenig Paketband und schon war das Pferdchen fertig.
Um das Schwert hat sich dann unser Herr Papa gekümmert. Mit ein paar Holzresten, ganz viel Liebe, etwas Schleifpapier und seiner neuen Säge :), hat er dem Minimann am Wochenende das schönste Holzschwert gebaut, das ich je gesehen habe.
Der kleine Lederbeutel für das nötige Kleingeld befand sich noch vom Elisabethfest in seiner Verkleidungskiste.




Und so ausgestattet wuselt nun den ganzen Tag ein kleiner Ritter bei uns herum, der sein Kostüm jedes Mal zum Essen ablegt, damit es nicht schmutzig wird und er es recht lange tragen kann :)  



Wir machen uns jetzt mal auf den Weg in eine neue Runde Kindergartenfasching!
Habt eine schöne Woche!
Alles Liebe,
Euer FräuleinMutti Rebekka



Alles Wichtige im Überblick:


Schnitt: "Zauberlehrling Hood" von der Zuckerwolkenfabrik

Stoff: grauer Jersey, bordeaux farbener Leinen und "KettenhemdStoff" aus dem örtlichen Stoffladen
Plott: FräuleinMutti

Stickdatei: "Rittersleut" von Susalabim 
Verlinkt bei: Creadienstag (#268), HoT (#89), Made4Boys (Februar), Kiddikram (Februar)